• Fortbewegung aller Arten

    Posted on Februar 8, 2013 by in Europe

    La Palma, Isla Bonita, Kanarische Inseln, Spanien

    Alleine der Anflug auf den kleinen lokalen Flughafen ist schon was abenteuerliches, denn jener ist eine der wenigen Landebahnen der Welt, wo der Pilot eine eigene Ausbildung benötigt, der konstante Wind ist deutlich spürbar und das alleine gibt schon einen Nervenkitzel.
    Der Durchschnitts Urlauber wird schon ein Auto ab Flughafen gemietet haben, was nicht dumm ist, denn auch wenn die Insel klein ist, sind ein paar Kilometer zu den verschiedensten Attraktionen zurückzulegen. Aber auch ohne Auto ist das Reisen auf der kleinen grünen Insel kein großes Problem und eine echte Freude für den klassischen Backpacker und das aus einem Grund.
    Die Öffentlichen Busse sind im Vergleich zu vielen anderen Orten Europas ein Traum. Der Bus in die Hauptstadt Santa Cruz verlässt den Flughafen alle 30 min und die Kosten sind in etwa 2 Euro und benötigt etwa eine Anfahrtszeit von 20 min. Das komische ist das jede Strecke nur 2 Euro kostet egal ob man lang oder kurz unterwegs ist.
    Aber ich will keinen langweiligen Reisebericht abgeben, denn all diese Infos sind sehr leicht aus dem Internet zu besorgen.
    Hier geht es um die Go-cart ähnlichen Straßen Verhältnisse, die jeder nutzen kann, falls er sich ein Auto oder sogar ein Motorrad besorgt, das in meinen Augen das Beste wäre. Viele Autoverleiher wollen nicht das ihr Vehikel auf die Pistas (Wege die unbefestigt sind und von den Hauptstraßen weggehen) kommt, wegen Bodenplatten Schäden oder Lackkratzer und so kann man schnell sein Pfand verlieren, das man dort hinterlegt hat. Wer erfahren mit dem Motorrad ist der hat beide Vorteile der Insel, perfekten Asphalt und auch sanfte bis wahrlich schwere Trail strecken. Auch spannend sind die verschiedenen Höhen Zonen, von 0 bis rauf auf über 2000 m, wo man dann in einer art Mondlandschaft mit den berühmten weißen Kugel Gebilden der Sternwarten unterwegs ist.
    Wie schon eine Band in ihren Liedern erwähnte „Ohne Mobil geht man recht viel“, aber das hält auch den wahren Wanderer nicht ab die Insel zu erforschen, denn sie ist schon seit Jahrhunderten eine Wanderinsel, denn die sogenannten Caminos ( span. Wege ) spannen sich wie ein Netzwerk aus steilen Wegen von Norden nach Süden und Westen nach Osten.
    Aber nun zurück zu meinen geliebten Bussen.
    Die Musik aus dem Radio gibt einem schon die Einstimmung in den spanischen Flair, obwohl die meisten der Einheimischen nicht der Deutschen oder Englischen Sprache mächtig sind, haben sie ein unfehlbares Gespür, wohin man will, und lassen einen aussteigen, egal wo. Es gibt keine Halteschilder auf den Straßen, somit wenn man einsteigen will und den Bus kommen sieht, einfach winken und der Bus wird einen aufnehmen. In den kleinen Städtchen gibt es schon Haltestellen, keine Sorge, aber gut ist es einen dieser Fahrpläne bei sich zu haben, den man bei jedem Busfahrer bekommt , das man nicht eine halbe Ewigkeit in der Hitze verbringen muss. Wenn doch, gibt es oft diese Bars, die auch Haltestellen in einem sind, und in der heutigen Zeit haben alle schon Wifi und mit einem SmartPhon und einem relativ günstigen Bocadillo (span. ein Baguette) vergeht die Wartezeit wie im Fluge. Somit ist es leicht in die Stimmung der Insel zu kommen. Tranquillo, alles ohne Stress.

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