• Erinnerungen im Medienarchiv

    Posted on November 17, 2014 by in Backpacking

    An einem einfachen Abend sitze ich im Proberaum und höre dieser faszinierenden Band zu. Während ich der “Prova“ lausche, läuft mein Zoom H1 mit. Das H1 ist ein einfacher digitaler Handyrekorder. Heute Nacht werde ich das Material auditiv bearbeiten. Da ich auch eine Kamera dabei habe, kann ich ohne großen Aufwand aus dem Material ein qualitativ ausreichendes Video fertigen. Ich zeige euch hier, wie eine Reise mit einfachen Mitteln dokumentiert werden kann. Diese Videos sind ein schöner Gruß an die Heimat und entwickeln sich mit der Zeit zu einem digitalen Tagebuch oder Medienarchiv. Erinnerungen fürs Leben.

    Auf Reisen durch Europa: Das Gepäck

    Europa reise mit kameraVor 10 Monaten verabschiedete ich mich von meinen Freunden und Familie. Nach dem Studium wollte ich Europa bereisen. Doch warum Europa und nicht nach Thailand oder Australien? Ich war in der Kindheit nicht wirklich viel gereist und wollte die europäische Kultur und Heimat kennenlerne. Als Medienstudent fällt es mir leicht, mit technischen Geräten umzugehen. Die aktuellen Möglichkeiten verblüffen mich von Tag zu Tag und fördern meine eigenen Ideen. Während des Studiums kümmerte ich mich um Musik- und Videoaufnahmen und organisierte zusammen mit einem Freiburger Kollektiv Veranstaltungen. Ich wollte auf Reisen nicht darauf verzichten. Da das Gewicht des Rucksackes eine entscheidende Rolle spielt, kommt schweres Equipment für mich nicht infrage. In mein Backpack kommt so schließlich das bereits erwähnte H1 des japanischen Herstellers Zoom. Es ist für seine schlichte Handhabung und gute Qualität bekannt. Das Gerät liefert eine Stereospur in diversen Formaten und mit zahlreichen Auflösungseinstellungen. Für das Video nutze ich die Filmfunktion meines iPhones. Bis zu gewissen Lichtverhältnissen ist die Qualität der Aufnahmen für eine weitere Verarbeitung geeignet. Auch experimentelle Aufnahmen lassen sich mit verschiedenen Apps anfertigen. Die gesammelten Daten landen anschließend auf meinem Laptop und werden gesichtet. Für das Audiomaterial nutze ich StudioOne. Das Programm liefert mir Schnittfunktionen, Equalizer, Filter, Mixer und Exportmöglichkeiten. Da ich ein LowFi-Fan bin, reichen mir geringe Störfrequenzbeseitigungen und das Anpassen der Lautstärke.

    Der Garagensound kann mit dem Zoom optimal eingefangen werden. Mit einem Videoeditor wie der von Movavi kann das Video- und Soundmaterial kombiniert werden. In dem Programm stehen Funktionen wie Schnitt des Videomaterials, Texteinblendungen, Filter und Effekte zur Verfügung. Am Ende der Produktion steht der Export in das benötigte Endformat. Hier kommt es auf den Verbreitungskanal an. Eine Datei kann einfach über Plattformen wie wetransfer an beliebig viele Personen versendet werden. Die Datei bleibt über 2 Wochen mit einem Link direkt erreichbar. Bevorzugt man eine permanente Lösung, sind Videoplattformen das Richtige. Vimeo stellt andere Anforderungen an das Video als YouTube. Hier bitte beachten: Man gibt seine Daten bei dieser Variante an einen fremden Server und somit „aus den Händen“. Die Einstellungsmöglichkeiten privat und öffentlich für das Video sollte unbedingt beachtet werden. Private Videos werden nur über einen Link gefunden. Öffentliche Videos hingegen können über Schlagworte und die Suchfunktion von jedermann entdeckt und aufgerufen werden. Möchte man seine Daten nicht online stellen, können Sie über USB-Sticks, CDs und DVDs die Liebsten erreichen: Eine digitale Postkarte sozusagen. Hier noch ein Tipp: Ein Back-up per DVD nach Hause zu senden ist keine schlechte Idee. Falls das Equipment einmal kaputt geht oder gestohlen wird, weiß man seine Daten an einem sicheren Ort. Videos sind Emotionen, eine herrliche Sache zum Teilen. Ein Video kann viel den Menschen zeigen, die uns vermissen. Passende Anlässe gibt es viele: Geburtstage, Muttertag und manchmal die Sehnsucht.

    Erinnerungen im Medienarchiv

    Soll das Wissen um die Reise breiter geteilt werden, empfiehlt es sich, das Video an Communitys und andere Reiselustige weiterzugeben. Vielleicht ist auch ein eigener Videoblog das Richtige? Besonders praktisch sind Themenvideos zu Reiserouten, Sightseeing, Sprachkurse, How to, … Diese Videos werden millionenfach angeklickt und tagtäglich geteilt.

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